18.05.2022

Es gibt viele Meinungen dazu, wie Brot am besten gelagert wird. Die einen schwören auf Leinenbeutel, die anderen auf Brotkästen aus Holz. Einige deponieren ihr Brot sogar im Kühlschrank. Doch was ist nun die beste Lagerung? In diesem Journalbeitrag verrät Ihnen unser Brotsommelier seine Tipps und Tricks zur richtigen Lagerung von Brot – und Sie erfahren, bei welchem Anblick sich seine Augen aber sehr weit öffnen.

Vorneweg sei gesagt, dass es DIE richtige Lagerung nicht gibt. Sie hängt nämlich auch davon ab, wie man sein Brot am liebsten geniesst. Auch ist nicht jedes Brot gleich lange haltbar. Hierbei spielen die verwendeten Rohstoffe eine grosse Rolle. Ein Brot mit Sauerteig lässt sich zum Beispiel einiges länger aufbewahren als ein Weizenbrot. Hier einige gängige Richtwerte:

Weizenbrot: 2 – 3 Tage
Roggenbrot: 3 – 4 Tage
Vollkornbrot: 7 – 9 Tage 

Tupperdose, Plastikbeutel oder Kühlschrank?

Damit ein Brot nicht anfängt zu schimmeln, braucht es Luft. Deshalb sind Plastikbeutel, Tupperware-Boxen oder ähnliches ungeeignet. Auch im Papiersack lässt sich ein Brot nicht zu lange lagern, da Papier dem Gebäck Feuchtigkeit entzieht. 

Ein weit verbreiteter Mythos sagt, dass man Brot im Kühlschrank lagern sollte. Durch die Kälte wird das Brot jedoch sehr schnell trocken und es verliert dabei an Aroma und Geschmack. Wenn unser geprüfter Brotsommelier von dieser Vorgehensweise hört, blutet sein Bäckerherz so richtig. 

Brot im Brotkasten lagern

Bei einer Lagerung im Brotkasten ist wichtig, dass der Brotkasten gut durchlüftet ist und die Temperatur nicht über Zimmertemperatur steigen kann. Ein Brotkasten aus Holz lässt das Brot zwar gut atmen, nimmt jedoch viel Feuchtigkeit aus dem Teig, wodurch das Brot wiederum schnell austrocknen kann. 

Optimal - so machts unser Brotsommelier

Peter Kasimow, geprüfter Brotsommelier und Bäckermeister setzt seit über 45 Jahren auf einen festen, ungefärbten und ungebleichten Brotbeutel aus Leinenqualität. Dabei empfiehlt er eine Lagertemperatur zwischen 19° C und 22° C. Ist das Brot einmal angeschnitten, stellen Sie dieses immer auf die Schnittkante – am besten auf ein unbehandeltes Holzschneidebrett aus Zirben- oder Buchenholz. Mit diesen einfachen Ratschlägen machen Sie alles richtig und Ihr Brot wird es Ihnen mit einer langen und guten Qualität danken.

Verwertung von Altbrot

Sollten Sie dennoch einmal Restbrot haben, können Sie es in kleine Würfel schneiden und im Ofen bei ca. 70 – 80° C langsam trocknen. Diese Brotwürfeli eignen sich wunderbar als Suppeneinlage, als Croutons auf den Salat oder man reibt es fein und setzt es als Paniermehl für Schnitzel oder dergleichen ein.  
 

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